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Problemlagen

Ambulante Hilfen bieten Unterstützung bei folgenden Problemlagen:

  • Armut, Arbeitslosigkeit, Verschuldung, schlechter Gesundheitszustand, schlechte Wohnverhältnisse
  • Probleme bei der Bewältigung des Alltags (auch Haushaltsführung)
  • Erziehungs- und Partnerschaftsprobleme
  • Sucht, psychische Beeinträchtigungen, Behinderung und chronische Erkrankungen
  • Ausschluss aus dem sozialen/kulturellen Leben
  • fehlende kulturelle Orientierung/ unterschiedliche Weltanschauung
  • Migrationshintergrund
  • Leistungs- und Gedächtnisprobleme/Entwicklungsrückstände (Schule, Arbeit, Lernen generell)
  • Verwahrlosung, Misshandlung, Bindungsstörung
  • Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu dissozialem Verhalten

 Fallbeispiele zur Veranschaulichung:

  • Frau Q. ist alleinerziehend mit einem  5jährigen Sohn. Eigentlich hat sie alles ganz gut „im Griff“. Aber ihr Sohn hat oft heftige Wutanfälle und das  schon am Morgen, vor der Kita. Sie ist dann ganz unsicher, ob sie nicht doch vieles in der Erziehung falsch macht. Sie wünscht sich  konkrete Tipps von jemanden der sie und ihren Sohn im Alltag erlebt, zumal sie selber überwiegend im Heim aufgewachsen ist und ihre Mutter kein Erziehungsvorbild für sie ist.
  • Frau X. hat sich vor zwei Jahren von ihrem Mann getrennt. Von den vier Kindern sind zwei noch im Vorschulalter. Nach der Trennung ging es ihr immer schlechter, bis sie so depressiv war, dass sie in eine Klinik musste und die Kinder vorrübergehend untergebracht wurden.  Jetzt geht es ihr zwar besser, aber sie hat immer noch Phasen, wo sie keine Post öffnet, den Haushalt „schleifen“ lässt und sich mit den Kindern auch nur im notwendigen Maße beschäftigt. Durch angehäufte Schulden droht die Wohnungskündigung. Der Kindesmutter schafft es häufig nicht die Kinder in die Kita zu bringen. Die jugendliche Tochter ist häufig in der Rolle der Ersatzmutter. Der Kindesvater wohnt außerhalb Berlins und es gibt keine Umgangsregelung und wenig Kontakt. Das zuständige Jugendamt ordnet die Zusammenarbeit mit einer Familienhilfe an.
  • Fr. Ö. stammt aus der Türkei und ist  Mutter von drei Kindern in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Jahrelange, gewalttätige Streitigkeiten mit ihrem Ehemann gipfelten in einer Trennung vor ca. 1,5 Jahren. Der Kindesvater hat  versucht  beim Familiengericht das Sorgerecht zu bekommen.  Wegen gewichtiger Anhaltspunkte  einer  Kindeswohlgefährdung (unregelmäßiger Schulbesuch, schlechte gesundheitliche Versorgung, strittige Elternschaft) ordnete das Gericht die Installierung einer Familienhilfe an.
  • Familie Z.: Rückführung eines 13 jährigen Mädchens nach zweijähriger Heimunterbringung in ihre Familie. Anlass der damaligen Unterbringung waren sexuelle  Übergriffe des Stiefvaters und die Überforderung von Fr. Z.  in ihrer Rolle als Mutter (Vernachlässigung ). Durch die  Beratung der Km und der Tochter in der Heimeinrichtung wurde eine Rückführung befürwortet. Das zuständige Jugendamt hat eine Familienhilfe eingesetzt um die Rückführung zu begleiten (Themen: In der Familie wieder ankommen und einen sicheren Platz finden, Anbindung im Sozialraum, Veränderungen im Vergleich zu früher thematisieren, auch bezüglich des Verhaltens der Tochter).
  • Familie Y: Bei einem Kind wird nach der Geburt das Down-Syndrom festgestellt, welches eine Entwicklungsverzögerung in der sprachlichen und kognitiven Entwicklung nach sich zieht. Um dem Kind die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen und die weitere Entwicklung zu fördern, wird eine Eingliederungshilfe vom Amtsarzt befürwortet. Im Rahmen der Einzelfallhilfe fördert die Fachkraft das Kind in der sprachlichen Entwicklung mittels Lernspielen und bindet es an eine Sportgruppe an.