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Social-Media-Marathon #VielfaltJA zeigt das Spektrum der Berliner Jugendarbeit

Der Social-Media-Marathon des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin zeigt, wie wichtig und vielfältig Jugendarbeit in Berlin ist. Startschuss: Montag, den 26. September 2016. Eine Woche lang twittern und posten der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin und seine Mitgliedsorganisationen auf all ihren Social-Media-Kanälen über Projekte der Kinder- und Jugendarbeit.

Unter dem Hashtag #VielfaltJA werden vom 26. September bis zum 2. Oktober Fotos, Filme, Tweets, Nachrichten und Beiträge auf Twitter, Facebook, YouTube u.a. aus der ganzen Stadt veröffentlicht. Schon jetzt beteiligen sich 25 Mitgliedsorganisationen mit über 200 Angeboten. Anlass sind unter anderem der bundesweite Kongress zur Kinder- und Jugendarbeit in Dortmund (26. – 28.09.) und die Vorbereitung der nächsten Legislaturperiode in Berlin.

Dazu erklärt Andreas Schulz, Jugendhilfereferent beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin: "Wir bringen den Alltag von Jugendclubs, Abenteuerspielplätzen, Kultur- und Stadtteilzentren sowie Jugendarbeit an Schulen in die Sozialen Medien, um zu zeigen, wie wichtig Jugendarbeit für die Bildung von Kindern und Jugendlichen ist. Damit setzen wir uns auch dafür ein, dass diese Arbeit ausreichend finanziert und gefördert wird."

#VielfaltJA wird u.a. über das Kulturprojekt Berlin Talent Clash in Zehlendorf, den Abenteuerspielplatz in Altglienicke, die Jugendreporter in Spandau und das Treiben im Freizeithaus KiJuNa in Lichterfelde berichten. Die Beiträge werden aktuell sowohl auf dem Blog als auch auf Facebook, Twitter, YouTube und Flickr unter dem Hashtag #VielfaltJA zu sehen sein. So entsteht ein buntes Bild der Berliner Jugendarbeit unter dem Dach des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, das gern aus anderen Einrichtungen in Berlin oder auch bundesweit ergänzt werden darf.

Quelle: Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Berlin e. V.

Jugendreporterteam unterwegs für #VielfaltJA in Spandau zu Besuch beim Initiativkreis für Kinder- und Jugendbeteiligung Spandau

Bericht vom Initiativkreis für Kinder- und Jugendbeteiligung am 27.092016
von Charlene Püschel

Bei einem monatlichen Treffen setzen sich die Teilnehmer*innen des Initiativkreises in Spandau für die Förderung von Kinder- und Jugendbeteiligung in Spandau ein bzw. beraten sich darüber und tauschen sich aus.

Ende 2010 wurde dieser "IK" gegründet, da man hinsichtlich der Jugendarbeit an seine Grenzen gestoßen ist. Durch den gegründeten IK sollten Bündnispartner gefunden und durch gemeinschaftliche Aktionen Kinder ermutigt werden, um diesen eine gewisse "Teilhabe" zuzuschreiben.

Spandau galt lange als "Schlusslicht", so Philip Meade und das wohl aufgrund von fehlenden Strukturen, die in anderen Bezirken längst geschaffen wären.

Eine Umfrage bei Spandauer Jugendlichen ergab, dass die Durchschnittsnote hinsichtlich der Beteiligung der Jugendlichen eine 5- war.

Bei dem IK geht es eher immer um allgemeinere Themen, die die Jugendlichen nur langweilen würden, da die Jugendlichen aber beteiligt werden sollen, sollen auch Treffen mit diesen stattfinden, bei denen der IK konkrete Anliegen mit den Jugendlichen zusammen besprechen kann bzw. durchführen kann. Die Forderung des IK ist, um Philip Meade zu zitieren: "dass Kinder und Jugendliche endlich mehr Mitspracherecht haben."

Die einzelnen Teilnehmer*innen sind anwesend, um sich vor allem darüber auszutauschen, was im Bezirk los ist. Sie sehen den IK als gutes Netzwerk, um Kontakte zu knüpfen, da man immer mehr erreichen kann, wenn man Kontakte hat.

Ein Tagesordnungspunkt war die Vorstellung des neuen Kinder- und Jugendbeauftragten Michael Bandt. Dieser will sich in nächster Zeit für eine Koordinierungsstelle für Jugendliche einsetzen, da dies eine wichtige und vor allem notwendige Forderung der ehrenamtlich engagierten Jugendlichen ist. In Bezirken wie Marzahn-Hellersdorf gibt es beispielsweise schon Kinder-und Jugendbüros, aber auch hier ist Spandau mal wieder hinterher, womit die Jugendlichen keinen konkreten Ansprechpartner bzw. keine Anlaufstelle haben, um vielleicht eigene Ideen umzusetzen oder sich zu informieren.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren die Wahlergebnisse der U18 Wahl, bei welcher erschreckenderweise die AFD auf 3,5% in ganz Berlin kam. Jedoch ist dieses Ergebnis besser als das Ergebnis der tatsächlichen Wahlen. Es besteht somit Hoffnung in meiner Generation.

Abschließend wurde eine Abschlussveranstaltung für den 10. Dezember angesetzt, welche motivierend sein und speziell für Jugendliche ausgerichtet werden soll, aber auch unter Beteiligung von Fachkräften stattfinden. Es ist geplant, dass ein Austausch zwischen Jugendlichen aus allen Eirichtungen und Fachkräften an runden Tischen stattfindet, bei denen die Jugendlichen spezielle Vorstellungen äußern anlehnend an die Fragestellung "Was brauchen wir eigentlich?"

Ich war heute das erste Mal anwesend und muss ehrlicherweise sagen, dass ich den Initiativkreis für notwendig halte, da diese Treffen Austausche innerhalb des Bezirks leichter machen und eine Stärkung der Beteiligungsrechte als wichtige Aufgabe in Spandau ansehe.

Jugendreporterteam unterwegs für #VielfaltJa in Spandau im Gespräch mit Ronny

Interview mit Ronny von N. am 28.09.2016

N: Hallo! Kanst du dich bitte kurz vorstellen und mir erzählen,bei welchem Projekt du tätig bist ?

R: Hallo, ich bin Ronny Schiebel und ich arbeite als Sozialpädagoge bei Kompaxx e.V.

Ich bin im Bereich der Jugendförderung tätig und arbeite dort in mehreren Teilprojekten des  

Projektes “ Bildungsbrücken” mit -unter anderem der schulergänzenden Förderung

N: Kannst du mir etwas über die Teilprojekte erzählen, an denen du mitwirkst?

R: Ein Bereich innerhalb der “Bildungsbrücken” sind die “Mentorinnen Workshops für Spandau”, “Flucht und Ankommen”und “Youth Support”. In diesen Projekten geht es darum etwa fünfstündige Projekttage an Grundschulen durchzuführen- aktuell zu den Themen “ Die zehn Kinderrechte”, “Cybermobbing”, “Klassenrat”, “Flucht und Ankommen” und “Projektentwicklung”. Das besondere an unserem Konzept ist der Ansatz der Mentor_Innen bzw. Peers. Unsere Workshops werden nicht von Pädagog_Innen moderiert , sondern von Kindern und Jugendlichen, die von uns geschult und zu Moderator_Innen für die Workshops weitergebildet werden. Ehrenamtlich moderieren sie dann die Workshops. Der/die unterstützende Pädagog_In bereitet es mit ihnen vor -und nach und ist vor Ort um gegebenenfalls zu unterstützen. Diese/r Pädagoge steht aber nicht im Vordergrund.

N: Was ist deine Motivation hierbei. Warum hast du dir den Bereich “ Jugendarbeit” ausgesucht?

R: Mein Motivatione ist eben dieser Ansatz bei Kompaxx. Ich bin begeistert vom Engagement unsere Mentor_Innen und denke außerdem, dass sie einen ganz anderen Zugang zu den Schüler_Innen haben. Mit den Lehrkräften haben die Schüler_Innen die meiste Zeit Erwachsene vor ihrer Klasse stehen, die ihnen Themen näherbringen. Wenn plötzlich ältere Schüler_Innen vor ihnen stehen und beispielsweise die Kinderrechte erklären, erreicht sie das viel besser. Weil es mal nicht von den Erwachsenen kommt. Außerdem wachsen unsere Mentor_Innen an ihren Aufgaben. In den Workshops beispielsweise üben sie vor Klassen zu sprechen und erwerben so die heutzutage immer wichtiger werdenden Softskills.

Ich finde es toll unsere Mentor_Innen dabei unterstüten zu können und einen Rahmen zu schaffen, in dem ich mich eigentlich selbst überflüssig mache, aber bereitstehe- falls notwendig die betreffende Person zu unterstützen.

N: Sollten sich deiner Meinung nach, mehr Jugendliche in solchen Projekten, wie du sie eben beschrieben hast engagieren? Wenn ja, warum?

R:Ich denke, dass es viele Kinder und Jugendliche gibt, für die es eine tolle Erfahrung wäre sich ehrenamtlich zu engagieren. Man kann neue Leute kennenlernen und sich sozial engagieren- das fühlt sich nicht nur gut an, das Wissen und die gesammelten Erfahrungen helfen ihnen auch später im Leben weiter. Und die Nachweise über die ehrenamtliche Tätigkeit und Weiterbildungen erhöhen die Chancen bei Bewerbungen, auch Stipendien. Die Aufgabe von mir und meiner Kollegin bei Bildungsbrücken ist es, die bei uns tätigen Mentor_Innen dabei zu unterstützen sich zu entfalten und einen Rahmen zu schaffen, der ihnen dies ermöglicht. Man sollte aber wegen des Ehrenamtes andere Dinge wie Schule und Erholung nicht vernachlässigen. Leiden die Noten oder stehen Prüfungen bevor, entschuldigen sich einige Mentor_Innen bei uns und kündigen an in nächster Zeit weniger Zeit zu haben. Ich sage ihnen dann immer, es braucht ihnen nicht leidzutun, uns liegen unsere Mentor_Innen am Herzen und es ist uns wichtig, dass ihre Zukunftschancen nicht unter ihrem Engagement leiden. Das Ehrenamt ist neben Hobbies und Minijobs eine von vielen Möglichkeiten als junger Mensch einen Teil seiner Freizeit zu nutzen. Ich kann jeder und jedem nur empfehlen, es einmal auszuprobieren- sich ehrenamtlich zu engagieren, da ich es für eine dankbare und sehr erfüllende Tätigkeit halte.

Jugendreporterteam unterwegs für #VielfaltJA in Spandau zu Besuch bei einem Workshop zur Prävention von Cybermobbing an einer Spandauer Grundschule

Bericht vom Cybermobbing-Workshop am 26.09.2016

von Tom Riedel

 

Der Workshop zum Thema Cybermobbing beschäftigt sich mit den Ursachen und vor allem der Wirkung von Mobbing im Internet. Das Projekt richtet sich an Kinder der Grundschule der fünften und sechsten  Klasse. Der Workshop hat primär einen präventiven Charakter. Soll heißen, er soll sensibilisieren und Empathie erzeugen, damit eine Situation, in der eine Person mit Hilfe des Internet erniedrigt wird - von einer Gruppe oder Autoritätsperson - gar nicht erst eintreten. Der Workshop wird überwiegend, mithilfe einer Powerpointpräsentation von Mentoren, also Schüler oder Studenten, durchgeführt. Das Projekt wird beaufsichtigt und unterstützt von einem Kompaxx-Mitarbeiter. Die Idee dahinter ist, dass die Mentoren den größten Teil des Projektes erarbeiten und dieses anschließend auch umsetzten. Grob skizziert sieht der Ablauf eines solchen Workshops folgendermaßen aus: Mit Hilfe eines Films wird eine Situation geschaffen, in der sich die Kinder zwar mit den Personen identifizieren können, aber das Geschehen trotzdem aus Distanz beobachten und bewerten können. Anschließend wird auf Grundlage des Films, die Täter-, Opferrolle usw. erarbeitet und deren Gefühle und Motivationen nachvollzogen, um ihre Empathiefähigkeit zu schulen. Letztendlich werden die Kinder über die gesetzlichen Folgen von Beleidigung, übler Nachrede usw. aufgeklärt, um zu verdeutlichen, dass Mobbing - insbesondere im Internet - kein Spaß ist, sondern echte Konsequenzen haben kann. Während des Workshops interviewte ich eine Lehrerin, die die Thematik für wichtig und interessant hielt. Außerdem ergab sich aus dem Gespräch , dass  tatsächlich auch an der Grundschule Situationen entstehen können, in denen Kinder von anderen Kindern über das Internet erniedrigt werden. Außerdem begrüßte sie das Konzept der Mentoren, wobei sie auch das Engagement der Mentoren lobte, die teilweise nur weniger Jahre älter sind, als die Kinder der Klasse.

Jugendreporterteam unterwegs für #VielfaltJA in Spandau im Gespräch mit Charly

Interview mit Charly am 26.09.2016 von Marc Albrecht

M: Hallo Charly! Schön, dass du dich mit uns zum Interview triffst. Du engagierst dich für die Jugendarbeit in Spandau seit mehreren Jahren. Warum machst du das?

C: Ursprünglich habe ich bei Bildungsbrücken angefangen, weil ein Lehrer mir davon erzählte, dass man in der Bibliothek Hilfe hinsichtlich Hausaufgaben etc. bekommen, aber auch selbst Nachhilfe geben könnte. Nach einem kurzen Vorstellen bei Cindy war mir klar, dass ich es mir gut vorstellen könnte, selbst Nachhilfe zu geben. Jeden Monat gibt es Teamsitzungen, wo alle Ehrenamtlichen zusammen kommen und über alles Wichtige reden. Die Atmosphäre dort während des Frühstücks kann man sogar als familiär beschreiben. So integriert man sich schnell ins Team, findet unheimlich schnell neue Freunde und gleichzeitig engagiert man sich ehrenamtlich, was dem Lebenslauf sicher nie schadet ;) .  Ein weiterer Pluspunkt ist die Mathe-Hilfe. Während meines Abiturs, blieb mir nichts anderes übrig, als Hilfe von einem Mathestudenten und auch von Cindy zu bekommen. So kann mir während ich anderen Jugendlichen helfe, sogar selbst geholfen werden. Mittlerweile ist es nicht mehr nur bei der Nachhilfe geblieben.

M: Was machst du denn sonst noch?

C: Ich gehe an Schulen und gebe zum Beispiel Cybermobbing oder Kinderrechte-Workshops. Ein weiteres Angebot ist der Treff at Charlottenbrücke, wo man mehr oder weniger chillt und wartet bis Kinder oder Jugendliche vorbei kommen, um einfach einen Treffpunkt zu haben und eventuell zu spielen. Zur Verfügung stehen Tischtennisplatten, ein Basketballkorb, aber auch Inliner und jede Menge mehr.

M: Was genau ist denn deine Motivation dabei?

C: Wie schon gesagt, kann man selbst immer produktiv sein, aber auch gleichzeitig Hilfe erwarten. Außerdem brauche ich für mein geplantes „ Soziale Arbeit“ Studium eine gewisse Vorarbeit, die mich auf das Studium vorbereitet.

Jugendreporterteam unterwegs für #VielfaltJA in #Spandau im Gespräch mit einer Mitarbeiterin der Flüchtlingshilfe

Bericht mit M. von Tom Riedel

 

Heute unterhielt ich mich mit einer Mitarbeiterin (M.) in der Flüchtlingshilfe. Sie arbeitet seit ungefähr einem Jahr in dieser Einrichtung, also praktisch seit in der Unterkunft Menschen wohnen: „Ich bin von Anfang an da und fühle mich hier sehr wohl, es ist wie ein zu Hause für mich“, sagt sie schmunzelt. M. gehört zu einem Team aus studentischen Aushilfskräften und Vollzeitmitarbeitern, die für die Planung, Organisation und Realisierung der verschiedenen Projekte zuständig sind. Darunter fallen zum Beispiel Ferienprogramme, die Betreuung der „Kinderbude“ - ein sehr großes Spielzimmer für Kinder zwischen drei und sieben Jahren – und die Unterstützung der Bewohner mit bspw. bürokratischen Hürden oder einfach nur als Übersetzter in schwierigen Situationen.

 Auf die Frage, warum sie so viel Mühe und Zeit in ihre Arbeit investiere, antwortet sie ernst. dass es sehr wichtig sei, dass sie die Kinder besonders in der Sprachförderung unterstützt. Außerdem, liebe sie die Kinder, und die lieben sie fügt sie hinzu. Ferner, sei es schön zu sehen, wie die Kinder Fortschritte machen, sowohl auf sprachlicher- wie motorischer Ebene. Anschließend fragte ich sie, wie sie ihre Arbeit spontan mit wenigen Worten beschreiben würde. M.: „Interessant, spontan, man braucht viel Geduld und vielseitig“. Auf die Frage, ob es Aspekte in der Unterkunft gebe, die sie verbessern würde, sagte sie: „Es ist schwierig diese zu realisieren, da es auf unterschiedlichen Ebenen komplizierte Verfahren gebe“, was das genau heißt, konnte ich ihr anschließend leider nicht entlocken. Darauf was sie ändern würde konnte sie aber sehr konkret antworten. M. setzt sich dafür ein, dass ein Psychologe in der Unterkunft dauerhaft beschäftigt wird und sich um die Einwohner des Heims kümmert, worunter auch viele Kinder sind. Außerdem argumentiert sie, dass das Konzept der Kinderbude überarbeitet werden müsse, da es schwierig sei so vielen Altersgruppen besonders von pädagogischer Sicht gerecht zu werden. Des Weiteren fehle es in der Kinderbude an Medien, wie beispielsweise einem Laptop, Beamer oder einer Tafel. „Aus der Kinderbude könne man so viel mehr machen“ gib M. an.

Jugendreporteam unterwegs für #VielfaltJA in Spandau im Gespräch mit Esra

M: Für welches Projekt hast du dich entschieden/ Was sind deine Aufgaben?

E: Ich habe mich für die Schulergänzenden Förderung  und dem Cybermobbingworkshop entschieden. In der Schulergänzenden Förderung helfe ich anderen Schülern bei ihren Hausaufgaben und beim Cybermobbingworkshop kläre ich Kinder über Mobbing im Internet auf.

M: Was war deine Motivation um bei diesem Projekt mitzumachen?

E: Ich wollte mich einfach Mal ehrenamtlich engagieren und helfen, ohne dafür eine Gegenleistung  zu bekommen.

M: Wie kamst du zu der ehrenamtlichen Arbeit?

E: Durch Freunde, die schon in den Projekten tätig waren.

M: Was ist das Schöne an dieser Arbeit?

E: Wenn ich das Gefühl bekomme mein Wissen zu teilen und somit die Anderen davon profitieren. Ich möchte einfach was weitergeben, das bereitet mir Freude.

M: Brauchen wir mehr engagierte Jugendliche für diese Projekte?

E: Ja! Bezogen auf die Nachhilfe sollten auf jeden Fall mehr kommen, Leute die in ihrem  Fach überzeugt sind und genug Motivation für die Mentees mitbringen.

M: Irgendeine witzige Geschichte die du erlebt hast ?

E: Keine spezielle, jedoch ist die Arbeit mit den Kindern so schon sehr unterhaltsam.

Jugendreporterteam unterwegs für #VielfaltJA in Spandau zu Besuch bei der Ideenentwicklung für einen Antrag bei der Jugendjury in einer Unterkunft für Flüchtlinge

Bericht über die Jugendgruppe am 28.09.2016 von Charlene Püschel

Da am 01.Oktober 2016, also kommenden Samstag, die Jugendjury stattfindet und die Antragsfrist verlängert wurde, haben verschiedenste Einrichtungen noch die Chance, kurzfristig einen Antrag zu stellen. So haben sich noch schnell etwa zehn Kinder und Jugendliche aus einer Flüchtlingsunterkunft zusammengefunden, um eine Idee zu entwickeln. Den Kindern und Jugendlichen ist es anfangs schwer gefallen, Ideen zu entwickeln, da sie es nicht gewöhnt sind, selbst zu entscheiden und es ihnen bisher nie möglich war, eigene Ideen auf irgendeine Art umzusetzen.

Nach langem diskutieren kamen sie darauf, dass ihnen in ihrer Einrichtung ein Raum nur für Jugendliche als Treffpunkt und Spielzimmer fehle und so ergab sich die Idee:

Bei der kommenden Jugendjury wird ein Antrag gestellt werden, welcher die Kosten für Inventar, Maler-/ Einrichtungskram, Gesellschaftsspiele, aber auch größere Beschäftigungsmöglichkeiten wie z.B. ein Billiardtisch oder ein Kicker decken soll. Einen Raum, den die Jugendlichen selbst einrichten und verwalten, würde eine gute Möglichkeit sein, um ihnen Verantwortung zu übertragen, aber auch erstmals einen Treffpunkt für alle jungen Bewohner des Hauses darstellen. Kein Jugendlicher würde auf die Idee kommen, in diesem Raum etwas zu zerstören, da er selbst für ihn zuständig ist und ihn sozusagen selbst ins Leben gerufen hat. Und wer randaliert schon in seinen eigenen vier Wänden?

Die Jugendgruppe und auch ich hoffen, dass der Antrag komplett bewilligt wird, damit wir unser Projekt in den kommenden Wochen umsetzen können.

Jugendreporterteam unterwegs für #VielfaltJA in Spandau im Gespräch mit Juana und Sabrina

Interview mit Juana und Sabrina von Marc am 29.09.2016

M: Als erstes, wie alt seid ihr ?

J: Ich bin nun 25 Jahre alt.

S: Na rate Mal?

M: Ach ja, 21 Jahre! 

M: Für welches Projekt habt ihr euch entschieden und was sind eure Aufgaben?

J: Unser Projekt heißt schlicht „Deutschunterricht im Flüchtlingsheim“. Dort bringen wir den Kindern lesen und schreiben bei und somit die deutsche Sprache.

S: Natürlich auf eine spielerische Art und Weise.

M: Was waren eure Motivationen um bei diesem Projekt mitzumachen?

S: So ein nerviger Typ (lacht).

M: Ich weiß nun echt nicht wen du meinst...

J: Wir hatten davor noch nie mit Flüchtlingen zu tun gehabt und...

S: ...vor allem mit Kindern nicht. Und somit war es eine gute Gelegenheit, das einfach Mal auszuprobieren.

M: Wie kamt ihr zu dieser ehrenamtlichen Arbeit?

S: Okay, ich beantworte die Frage Mal selber: durch mich (lacht).

M:Was ist das Schöne an dieser Arbeit? 

J: Die Kinder sind total lieb und die Dankbarkeit, die man zurückbekommt, ist sehr schön.

S: Man bekommt ganz viel Liebe zurück und man lernt selbst was von den Kindern.

M: Brauchen wir mehr engagierte Jugendliche im Flüchtlingsheim?

J: Natürlich! Am Besten wäre es, wenn man jeden Tag einen Deutschkurs anbieten könnte. 

M: So und nun zum Schluss, fällt euch noch eine kleine, witzige Geschichte ein?

J: Es gibt einen ,,Körperteil Blues“, wenn die Kinder den singen und tanzen ist das nicht nur für die Kids eine große Freude.

Jugendreporterteam unterwegs für #VielfaltJA in Spandau – Was ist die Jugendjury?

Ein Bericht von Naila am 01.10.2016

Was ist die Jugendjury?
Die “Jugendjury” ist ein Projekt, welches von dem Jugend Demokratiefond Berlin und dem Bezirk Spandau gefördert wird. Ziel von diesem Projekt ist die gezielte Föderung von Vorhaben zur Kinder- und Jugendbeteiligung in den Bezirken.

Was ist das Besondere an der “Jugendjury”?
Das Besondere an der Jugendjury ist, dass der Demokratiefond Berlin und der Bezirk Spandau Geld zur Verfügung stellen, welche die Projektgruppen für ihre Aktionen selber verwalten können. Die Vergabe des Geldes erfolgt dabei von den beantragenden Jugendgruppen selber, das heißt, dass die Jugendgruppen gemeinsam überlegen, welches Projekt wie viel Geld wofür brauchen könnte.

Wer darf teilnehmen?
Teilnahmebedingungen hierfür sind:
Es müssen  mindestens  4 Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren an der Jugendjury teilnehmen.
Es muss eine Idee vorhanden sein, die sie selber verwirklichen wollen.
Die Jugendlichen kommen aus Spandau oder sind hier unterwegs.
Das Projekt kommt auch anderen Menschen zugute.


Wie ist der Ablauf der Jugendjury?
Zuerst schreiben die Jugendlichen in der Gruppe eine Projektskizze und schicken sie bis zum Anmeldeschluss an:jugendjury(at)kompaxx.de
Danach entsenden sie zwei Delegierte zu einer der beiden Entscheidungsrunden entweder in die Bezirkszentralbibliothek oder in die Jugendtheaterwerkstatt.
Dort stellen sie  anderen Gruppen ihre Projektidee und den Finanzierungsplan vor und entscheiden gemeinsam darüber, wie die Gesamtsumme auf die Projekte aufgeteilt wird,
Sobald sie das Geld erhalten haben, können sie mit der Umsetzung der Projekte loslegen!

Termine und Fristen:
Die diesjährige Jugendjury hatte ihre erste Entscheidungsrunde am 09.07.2016. In der Bezirkszentralbibliothek.
Die Ideenwerkstatt fand am 23.07.2016 in der Jugendtheaterwerkstatt beim Barcamp statt.
Die Zweite Entscheidungsrunde fand heute, am 01.10.2016 in der Jugendtheaterwerkstatt statt.

Wie viel Geld kann eine Jugendgruppe beantragen?
Es können bis zu  €1000 pro Projekt beantragen (je nachdem wie viele Projekte bewilligt werden, kann die Summe aber erheblich kleiner ausfallen).

Jugendreporterteam unterwegs für #VielfaltJA in Spandau bei der Jugendjury 2016

Ein Bericht von Charly am 01.10.2016

Was machen junge Menschen, wenn sie voller Ideen stecken, aber kein Geld haben, um diese ansatzweise umzusetzen? Damit Jugendliche aber doch die Chance haben, Aktionen zu planen, durchzuführen und zu verwalten, stellt der Jugend-Demokratiefond Berlin und der Bezirk Spandau Geld zur Verfügung. Damit die Verantwortung so gut wie komplett auf den jungen Menschen liegt, erfolgt die Vergabe der Gelder durch die beantragten Projektgruppen selbst. Am Tag der Jugendjury findet eine Diskussion statt, bei der alle Gruppen gemeinsam überlegen, welches Projekt am Ende wie viel Geld tatsächlich bekommt.
Am 01.10.2016 fand die Jugendjury in der Jugendtheaterwerkstatt statt. Leider waren statt der angemeldeten vier Gruppen nur drei anwesend. Trotzdem startete man optimistisch in die Jugendjury 2016.
Die drei Projekte hießen einmal "Spielen wie bei Oma und Opa", in welchem es darum ging, Spielgeräte und Preise zu kaufen, um bei Veranstaltungen die schon stattfinden, die Kinder anzusprechen und zu beschäftigen, während die Eltern vielleicht den ein oder anderen Kaffee genießen. Das zweite Projekt kam von einer Flüchtlingsunterkunft und hieß "Angebot für uns." Die Hauptidee war ein Raum in der Unterkunft vollständig zu renovieren und Spiele zu kaufen, um erstmals einen gemeinsamen Treffpunkt zu haben, der nur den Jugendlichen zu Gute kommt.
Die dritte Gruppe kam von einem Schauspieler, welcher Geld für eine Aktivbox und Kunststoffteppiche beantragte, um Theaterworkshops für Kinder unter freiem Himmel anbieten zu können.
Nach einem gemeinsamen Austausch aller Gruppen, regten sie gegenseitig die Ideen der anderen noch einmal an und so ergab sich, dass die Gruppe "Spielen wie bei Oma und Opa" mehr Geld beantragte, um die Mittel zu haben, auch eigene Veranstaltungen zu veranstalten. Bei der zweiten Gruppe änderte sich, dass sie sogar einen zweiten Antrag einreichten. Es kam nämlich die Idee in dem Raum eine "Lernecke" einzurichten, die aus Sofa, Lampe, Tisch bestand. Das wichtigste an der Lernecke sollte ein Bücherregal werden, in welchem Platz für ungefähr zehn Wörterbücher sein sollte. Die Idee ist es, dass die Jugendlichen erstmals die Möglichkeit haben, sich untereinander ohne Sprachbarriere auszutauschen, da die Nationalitäten innerhalb der Unterkunft sich ebenfalls unterscheiden. Bei der dritten Gruppe kam zu der Aktivbox und den Teppichen noch eine Honorarkraft dazu, da der Antragssteller sich wünschte, professionelle pädagogische Hilfe bei der Umsetzung seines Projektes zu haben.
Das Ergebnis der Jugendjury war diesmal sehr ungewöhnlich. Zwei Projekte bekamen am Ende tatsächlich mehr Geld, als sie am Anfang beantragten und ein Projekt splittete sich auf zu zwei Projekten.
Dieses Ergebnis zeigt wieder einmal, dass ein Austausch unter Jugendlichen sehr wichtig ist, und sich dadurch auch viele neue Ideen entwickeln.
Wir freuen uns auf die Umsetzung aller Projekte noch in diesem Jahr!