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Empowerment in der Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen

Herkömmliche soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist häufig noch immer von einem Defizit-Blickwinkel geprägt. Als Antagonist hierzu gilt die Empowerment-Perspektive, die sich nicht mehr auf die Schwächen und Abhängigkeiten der Kinder und Jugendlichen fokussiert, sondern Menschen dazu ermutigt, sich und andere im Kontext ihrer Stärken und Fähigketen wahrzunehmen und sich an den eigenen Kräften und Ressourcen zu orientieren. Der Empowerment-Perspektive liegt ein Menschenbild vom autonomen Subjekt zugrunde. Dabei steht das Individuum jedoch nicht im Konkurrenzverhältnis zu anderen Individuen, sondern ist angeschlossen an und erprobt Solidarität mit einer Gruppe oder Gemeinschaft.

Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen impliziert die Empowerment-Perspektive eine neue professionelle Haltung: Die Mitarbeitenden...

  • respektieren eigene Lebensentwürfe, eigene Zeitabläufe und die Autonomie der Kinder und Jugendlichen;
  • hören Kindern und Jugendlichen zu und nehmen ihre Meinungen ernst;
  • verzichten auf entmündigen Urteilen und nehmen die Kompetenzen der Kindern und Jugendlichen wahr;
  • ermutigen Kinder und Jugendliche, sich für ihre Interessen und die Interessen anderer einzusetzen;
  • übertragen Verantwortung an die Kinder und Jugendlichen und richten partizipative Entscheidungsstrukturen in den Projekten ein;
  • beteiligen Kinder und Jugendliche an der Projektentwicklung, -durchführung und -evaluierung;
  • thematisieren die Kinderrechte und sorgen für eine politische Bewusstseinsbildung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Auf dieser Basis sind in den vergangenen Jahren bei Kompaxx e.V. mehrere Projekte entstanden, die gemeinsam mit den beteiligten Kindern und Jugendlichen entwickelt und ständig weiterentwickelt werden. Sie arbeiten meist anhand des Mentor*innen-Prinzips.

Professionelles Empowerment ist eine Art Hilfe zur Selbsthilfe...