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Kinderrechte in den stationären Erziehungshilfen

Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren für Kinder und Jugendlichen sind für Einrichtungen der Jugendhilfe spätestens seit Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes Anfang 2012 eine Voraussetzung für die Erteilung der Betriebserlaubnisse.

Kompaxx e.V. setzte sich im Jahre 2012 bei einem Qualitätszirkel mit der Beteiligungstruktur in seinen stationären Wohnformen auseinander. In diesem Prozess entstanden ein Rechtekatalog sowie ein regelmäßig stattfindender "Jugend-Betreuer-Talk" bei der die jungen Bewohner*innen sich "auf Augenhöhe" mit den Betreuer*innen, der Bereichsleitung und auch der Geschäftsführung austauschen können. Das Treffen wird vom Kinderrechts-Beauftragten moderiert. Zuletzt hatten sich junge Bewohner*innen für offenes W-LAN in ihren Wohngemeinschaften stark gemacht.

Expertise zu Ombuds- und Beschwerdestellen

Laut neuem Bundeskinderschutzgesetz sind Träger der Jugendhilfe verpflichtet, "Beschwerdeverfahren in persönlichen Angelegenheiten" zu entwickeln. Kompaxx e.V. entwickelte in 2014 ein für die Einrichtung geeignetes Beschwerdeverfahren - gemeinsam mit Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen.

Prof. Dr. Ulrike Urban-Stahl veröffentlichte bereits 2011 die Expertise: "Ombuds- und Beschwerdestellen in der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme unter besonderer Berücksichtigung des möglichen Beitrags zum Lernen aus Fehlern im Kinderschutz" (herausgegeben vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung).

Ankündigung des Jugend-Betreuer-Talks
Rechteposter der in den Wohngemeinschaften neben dem ausführlichen Rechtekatalog aufgehängt wird